Völkerkunde

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Forschung
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Provenienzforschung

Die Sammlungen der von Portheim-Stiftung und ihre „Verwertungen“ während der NS-Zeit

 

Gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch die Stiftung Preußischer Kulturbesitz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages (www.arbeitsstelle-provenienzforschung.de)

 

Projektlaufzeit: März 2014 - März 2017

 

Trägerin des Völkerkundemuseum vPST ist die Josefine und Eduard von Portheim-Stiftung für Wissenschaft und Kunst. Sie wurde im Dezember 1919 von Victor Goldschmidt und seiner Gattin Leontine, geb. von Portheim, gegründet; beide waren jüdischer Herkunft. Die Stiftung war als eigenständiger Verbund von Forschungseinrichtungen konzipiert. Nach 1945 verblieb nur noch das Ethnographische Institut (das heutige Völkerkundemuseum) in der Trägerschaft der Stiftung.

 

Die Arisierung der Stiftung und die Neuausrichtung während der NS-Zeit hatten tiefgreifende Implikationen für die Stiftung und ihre Sammlungsbestände. Die Stiftung wurde für NS-politische Zielsetzungen instrumentalisiert. Dies hatte die Auflösung, „Abgabe“ und „Verwertung“ von beträchtlichen Sammlungskonvoluten zur Folge.

 

Zu den wesentlichen Aufgaben des Projekts gehört die Erschließung relevanter Aktenbestände, um die entzogenen Sammlungsbestände zu dokumentieren und ihrem Verbleib nachzugehen. Ferner sollen die NS-geleiteten Strategien dieser „Verwertung“ sowie die involvierten Netzwerke recherchiert werden, auch im Hinblick auf die Erhellung der Frage, wie an der „Quelle“ über Kulturgut einer jüdischen Stiftung verfügt wurde.

 

 

© Völkerkundemuseum vPST