Völkerkunde

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Facetten des Erinnerns:
1968 Global-China und die Welt

Mit Werken von Ni Shaofeng und Deng Huaidong

Ein halbes Jahrhundert nach dem globalen Aufflammen einer gesellschaftspolitischen Revolte rücken die Ereignisse, die 1968 ihren Höhepunkt fanden, wieder in den Blick. Aus diesem Anlass traten das Institut für Sinologie der Universität Heidelberg und das Konfuzius-Institut mit einer Kooperationsanfrage für ein Ausstellungsprojekt an das Völkerkundemuseum heran, um diese einschneidende und prägende Zeit in der jüngeren Geschichte Chinas und der Welt näher zu beleuchten.

 

Ni Shaofeng und Deng Huaidong, zwei in den frühen 1960er Jahren in China geborene Künstler, setzen sich, ein halbes Jahrhundert nach dem Jahr 1968 in China, intensiv mit der visuellen Propaganda jener Zeit auseinander, deren Wirkungen in den 1968er Bewegungen auf der ganzen Welt zu spüren waren.

 

Die beiden Künstler haben die damals entstandenen Propagandabilder als Basis für ihre eigene Neu- und Uminterpretation verwendet. Ihre Bilder scheinen dem Betrachter zunächst vertraut, stellen sich aber bei genauerer Betrachtung als stark modifiziert heraus. Beide verfolgen einen Ansatz der Verfremdung, den Monika Wagner als „Re-Education“ bezeichnet hat. Ni Shaofeng setzt seine Ideen mit traditioneller Tuschetechnik um, mit der er großformatige Gemälde schafft, die jeweils auf fünfzig kleine Rechtecke gemalt sind, die sich wie ein Puzzle zusammensetzen. Deng Huaidong gelingt es durch mehrstufige Verfremdungsverfahren, den Bildern eine neue Realität zu verleihen.

Ein Katalog zur Ausstellung ist sowohl an der Museumskasse als auch hier im Shop erhältlich.

 

Die Ausstellung ist in einer Kooperation mit dem „Centrum für Asienwissenschaften und Transkulturelle Studien" (CATS) der Universität Heidelberg und dem Konfuzius-Institut Heidelberg entstanden.

 

Die Ausstellung wird durch eine Konzert-, Film- und Vortragsreihe ergänzt und vertieft.

Auch ein Ausstellungskatalog ist erschienen, der hier im Shop erhältlich ist.

 

12. September 2018 - 11. November 2018

© Völkerkundemuseum vPST